Das größte Sportereignis des Turngau Bergstraße ist das Bergsträßer Turnfestwochenende. Ausgerichtet wurde es in diesem Jahr durch ein Quartett von Vereinen: TV Heppenheim, TSV Hambach, TV Ober-Laudenbach und TV Sonderbach.

Sonderbach war hier der federführende Verein und zeigte seine organisatorischen Fähigkeiten. Wettkampfstätte war die Nibelungenhalle in Heppenheim mit seinem Stadion. An zwei aufeinander folgenden Tagen zeigen insgesamt 600 Kinder, Jugendliche bis hin zu den Senioren was es heißt, sportlich fit zu sein. Jede Menge Sportgeräte standen zur Verfügung, um sich bei Wahlwettkämpfen bevorzugte Disziplinen rauszusuchen. Von Gymnastik über Gerätturnen bis zur Leichtathletik war für alle was dabei. Der Spaßfaktor der an diesen Tagen groß geschrieben wurde, kam voll zum Einsatz und überzeugte auch in diesem Jahr wieder alle Aktiven, Ausrichter und Organisatoren, dass dieses Sportereignis, wenn auch immer mal wieder schwer zu stemmen ist, alle Mühe und Arbeit wert ist. Aber auch der reine Mitmachgedanke wurde mit Leben gefüllt. Bei Spiel- und Mitmachstationen, Ballturnieren, Showvorführungen sowie reinen Bewegungsmöglichkeiten beteiligten sich alle Teilnehmer gleichermaßen. Es zeigte sich ein Bild der Gemeinschaft, des einfachen Miteinanders unbeachtet der Nationalität, Leistungsstärke oder Herkommens. So, wie man es sich einfach bei einem Sportereignis dieser Größenordnung wünscht und erhofft.

Der Samstag gehörte den älteren Kindern ab 14 Jahren, Jugendlichen und Senioren. Ihre Wettkampfstätte war die Nibelungenhalle. Alle Generationen hatten sich hier eingefunden, um in ihren Wettkampfklassen mit der Konkurrenz um gute Platzierungen zu kämpfen. Ein ganz besonderer Wettkampf war die Klasse der ältesten Senioren +60. Hier starteten zwei Turner der TVgg Lorsch, beide im Alter zwischen 79 und 81 Jahren. Sie absolvierten ohne größere Probleme ihren Wettkampf, wobei der Lorsch Werner Adrian sich mit 23,70 P. den Sieg sicherte. Beide Turner sind jede Woche einmal im Training um sich fit zu halten, sonst rosten die Knochen, wie sie schmunzelnd sagen.

Aber auch tolle Showvorführungen begeisterten das Publikum und die Aktiven bekamen es mit tosendem Applaus gedankt. Abschluß des ersten Wettkampftages war natürlich die Siegerehrung, auf die die Teilnehmer schon aufgeregt warteten. Und bevor es nach Hause ging, sßen viele Teilnehmer mit ihren Angehörigen noch in geselliger Runde bei entspannenden Gesprächen und kulinarischen Köstlichkeiten, um sich gebührend zu stärken.

Sonntags war das größte Teilnehmerfeld. Rund 450-500 Kinder von 20 Vereinen ab ca. 6 Jahren bis maximal 14 Jahren waren ins Heppenheimer Stadion gekommen. Die meisten Vereine bauten von Anfang an einen Pavillon auf, was im Gesamtbild ein wahrhaft buntes und lebendiges Bild ergab. So hatten die jungen Turner und -innen einen Rückzugspunkt an dem sie sich immer mal wieder etwas Ruhe gönnen konnten. Aber zuerst standen für alle Teilnehmer ihr Wettkampf auf dem Sportgelände im Freien an. Zum Glück waren die Temperaturen an diesem Tag zwar sehr warm, aber nicht, wie zuvor befürchtet, sehr heiß. Alle Kinder konnten zügig turnen, ihre fleißig geübten Übungen zeigen und anschließend zu den Mitmachangeboten gehen. Es klappte alles sehr gut, ein Lob an die Organisatoren und Ausrichter für den guten Verlauf.

Ein Höhepunkt des Tages ist der traditionelle Einmarsch aller teilnehmenden Vereine mit ihren Fahnen, Bannern und Vereinsschildern. Ein unglaublich toller Anblick der sich hier den Zuschauern bot, die den ganzen Weg säumten und applaudierten. Geführt wurde der Zug der Teilnehmer durch den Heppenheimer Musikzug, der mit schwungvoller Musik die Stimmung anheitzte. Der Teilnehmerzug endete auf dem mittleren Teil des Sportplatzes, wo sich die Kinder mit ihren Trainern und Betreuern gemütlich nieder ließen. Sie bildeten gleich den Rahmen für die Vorführungen (Gaudi-Ralley und Akrobatikvorführungen), die dem Einmarsch folgten. Und auch heute war der krönende Abschluß des Tages die Siegerehrung. Bevor diese aber startete, wurden alle in diesem Jahr ausgebildeten Übungsleiter-Assistenten nach vorne gerufen, damit sie ihren wohlverdienten Ausbildungsausweis aus den Händen der Turnjugend des Turngau Bergstraße erhielten. Der Turngauvorstand ist stolz, dass sich auch in diesem Jahr wieder fast 20 Jugendliche zu Assistenten ausbilden ließen. Ohne die Mithilfe der Helfer wären so manche Turnstunden nicht umsetzbar.